DAS TOURISMUS-MODUL
DER INTERNATIONALEN SPRACHKURSE 2017


Österreich ist, glauben wir, für die Durchführung eines Deutsch-als-Fremdsprache-Tourismus-Moduls ein sehr gut geeigneter Standort: Wir wenigen Österreicher hatten im Jahr 2014 132 Millionen Gäste-Nächtigungen (i.e. plus 16% seit 2000), trotz internationaler Wirtschaftskrise. Und wir sind ein Zwei-Saisonen-Land. Ganz besonders gilt das für Salzburg. Vielleicht hatten Sie ja die Gelegenheit, sich selbst ein Bild davon zu machen und, so wie 60 Millionen Menschen aus aller Welt, am 1. Jänner den halbstündigen „Pausenfilm“ des Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker zu sehen: Er ist Salzburg gewidmet.
Hangar

THEMEN-VIELFALT:
Die Inhalte des Moduls werden in enger Kooperation mit der Wirtschaftskammer erarbeitet:


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Salzburg-Info und Tourist Guides: Was genau macht eigentlich das Tourismus-Büro des Landes / der Stadt?
Wie wird man Fremdenführer und warum darf „sonst niemand“ Salzburg herzeigen?
Das Thema NACHHALTIGKEIT im Kontext Tourismus
Die Beherbergungsbetriebe – vom zielgruppenspezifischen Angebot des Jugendgästehauses im Nonntal bis zur Luxus-Kategorie „Sacher“ / „Goldener Hirsch“
Das UNESCO-Weltkulturerbe „Österreichische Kaffeehaustradition“ – am Beispiel des 300 Jahre alten Familienbetriebs „Tomaselli“
Die Museumsgastronomie – am Beispiel des „M32“ auf dem Mönchsberg
Die Getränke-Industrie: Stiegl Bier (seit 1492) -vs- Red Bull
Die landestypischen Nahrungsmittel und Speisen (jeweils im Vergleich mit dem Herkunftsland der Teilnehmer)
Das Klischee Mozart-Stadt: Anspruch und Wirklichkeit (mit Besuch einer Zauberflöten-Aufführung im Marionetten-Theater)
Das Klischee Barock-Juwel: Zur touristischen Vermarktung von Architektur – am Beispiel des Dom-Quartiers


PÄDAGOGISCH-DIDAKTISCHE STRUKTURIERUNG:
Bestens vorbereitete Exkursionen mit wirklich interessanten Referenten Kompakte, zweisprachige Einführung: Daten und Fakten, Erich Holfeld, Journalist und Kommunikationsberater u./o. Mag. Anna Bachmann auf Deutsch, Dr. Edgar Landgraf, AYA Salzburg Director der Bowling Green State University, u./o. Linda van Blaricom auf Englisch. Das bilinguale Konzept lässt zu, auch Teilnehmer einzubinden, deren Deutsch-Kompetenz noch nicht sehr weit fortgeschritten ist. Jeder Nachmittag / Abend ist einem Thema gewidmet und die Studierenden können aus diesen Themen eines für ihre schriftliche Abschluss-Arbeit / für ihre Power-Point-Präsentation wählen. Diese Arbeit kann auf Deutsch oder auf Englisch geschrieben werden.

ZEIT-SCHIENEN: drei-, vier- oder sechswöchiger Kursbesuch
3. Juli bis 11. August 2017

6 Dienstag-, 6 Mittwoch- und 6 Donnerstag-Nachmittage, sowie 4 Samstage.

Für Studenten der Bowling Green State University gilt:
60 UE Deutsch-Unterricht = 4 CREDITS;
120 UE Deutsch-Unterricht = 8 CREDITS;
plus 45 UE Tourismus-Modul = plus 3 CREDITS

domrundgang

Bowling Green – das ist das allererste JOINT STUDY PROGRAM der Universität Salzburg:

2018 wird feierlich das 50-Jahr-Jubiläum begangen werden.

Seit Jahrzehnten setzen die Sommerprogramme der Universität Bowling Green bei den INTERNATIONALEN SPRACHKURSEN  in Salzburg engagiert und konsequent die Ziele um, von denen Bildungsexperten auf beiden Seiten des Atlantiks  gerne sprechen:

Die Studierenden verlassen ihre gewohnte Umgebung und lernen ein fremdes Land kennen.

Und zwar nicht nur im Rahmen von Lehrveranstaltungen und landeskundlichen Exkursionen, sondern  beim täglichen Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen und  im Kaffeehaus.

Sie machen, jede(r) für sich allein und gemeinsam, die Erfahrung, dass es eine Frage der Höflichkeit und des Respekts ist,  als Gast zu versuchen, sich in der Sprache der Einheimischen zu verständigen. Dies obwohl und gerade weil man sich eigentlich bequem darauf  verlassen könnte, dass ohnehin beinah jedes Gegenüber irgendwann einmal halbwegs gut Englisch gelernt hat.

Beim Zeitung-Lesen, in Hörfunk und Fernsehen finden sie heraus, wie (und wie anders) das Weltgeschehen aus der Perspektive eines kleinen gebirgigen Landes am Ostrand der Alpen wahrgenommen wird, das – 1918 aus einem Habsburger Riesenreich übrig geblieben, 1938 an Nazi-Deutschland „angeschlossen“, 1945 in den Vorkriegsgrenzen wiederentstanden  –  seit 1955 neutral ist und seit 1995 Mitglied der Europäischen Union: Die heute 8,5 Millionen Österreicher sind nur 1,7% der EU-Gesamt-Bevölkerung. Aber Deutsch als Muttersprache „teilen“ sie mit 100 Millionen Europäern.

Die Studierenden setzen sich in ihrem Sommer in Salzburg, sei es im Unterricht, durch den Medien-Konsum oder im Erleben des Alltags  immer wieder  mit den Gegensätzen und den Gemeinsamkeiten zwischen der eigenen Herkunft und  dem für sie zunächst fremden mitteleuropäischen Umfeld auseinander (Stichwort: „Stereotype“) und werden – mit jeder Begegnung und daher  jeden Tag ein bisschen mehr – zu interkultureller Kompetenz befähigt.

Das bedeutet: